Information ist eine Schlüsselressource des 21. Jahrhunderts¹
Der überwältigende Erfolg des Internets hat die Relevanz dieser Erkenntnis massgeblich befördert. Angesichts der Fülle und steigenden Komplexität des Angebots an elektronischen Informationsquellen muss einerseits die Recherchesituation angemessen verbessert, andererseits die Medienkompetenz der Nutzer ("Information Literacy") gestärkt werden. Somit muss es im wissenschaftlichen Kontext das Ziel staatlichen Handelns sein, dafür zu sorgen, "dass wissenschaftliche Information für jedermann individuell und bedarfsgerecht verfügbar wird".
Der Aufbau einer Elektronischen Bibliothek Schweiz (e-lib.ch) stellt daher einen wichtigen Meilenstein bei Aufbau einer wissensbasierten Gesellschaft dar.
Von besonderer nationaler Bedeutung ist der Aufbau von e-lib.ch auch deshalb, da die Schweiz in diesem Kontext gegenüber dem europäischen und US-amerikanischen Ausland mittlerweile deutlich in Rückstand geraten ist.
Strategisches Ziel ist es, e-lib.ch als das führende und zentrale nationale Portal im Sinne eines "Single-Point-of-Access" für die wissenschaftliche Informationsrecherche und -bereitstellung in der Schweiz aufzubauen und nachhaltig zu etablieren. E-lib.ch unterscheidet sich von anderen Angeboten durch die Integration von mehrwertigen Dienstleistungen, fachspezifischen Angeboten, fachwissenschaftlicher Qualitätskontrolle, professioneller Erschliessung und direkter Nutzungs- und Bestellmöglichkeiten und bildet damit die Grundlage der "Elektronischen Bibliothek Schweiz".
Die Projektleitung und Projektkoordinierung für das Gesamtprojekt e-lib.ch ist an der Bibliothek der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH-Bibliothek) angesiedelt. Die Konferenz der Universitätsbibliotheken der Schweiz (KUB/CBU) begleitet das Gesamtprojekt.
Das Innovations- und Kooperationsprojekt e-lib.ch wird für die kantonalen Universitäten durch die Schweizerische Universitätskonferenz (SUK) finanziert. Die Teilnahme der Institutionen des ETH-Bereichs wird vom ETH-Rat getragen. Die Fachhochschulen beteiligen sich mit Unterstützung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT).
¹(Empfehlungen zur digitalen Informationsversorgung durch Hochschulbibliotheken. – Greifswald: Wissenschaftsrat, 2001, pdf)






